Deutschland ist im E-Bike Fieber!
Im vergangenen Jahr stieg der Absatz elektronisch unterstützter Fahrräder im Vergleich zu den Vorjahren so stark wie noch nie: Rund zwei Millionen Stück gingen über die deutschen Ladentische.

Kein Wunder also, dass viele Eltern mit dem Gedanken spielen, ihren Nachwuchs ebenfalls elektronisch zu mobilisieren.

Bei der Frage, ob E-Bikes für Kinder sinnvoll sind, scheiden sich allerdings die Geister. Was für die einen ein Gewinn an Flexibilität ist, ist für die anderen teurer Unsinn. Wir beleuchten die Vor- und Nachteile.

Kinder aufs E-Bike – erlaubt oder nicht?

Zunächst ist es wichtig, vorab ein paar Begrifflichkeiten zu klären. Wenn wir umgangssprachlich von E-Bikes sprechen, so sind hier in der Regel die sogenannten Pedelecs gemeint. Der Hilfsmotor springt nur unterstützend bei eigener Tretleistung an und man erreicht damit eine maximale Geschwindigkeit von 25 km/h.

Da sie gesetzlich dem Fahrrad gleichgestellt sind, dürfen Pedelecs im Gegensatz zu den schnelleren S-Pedelecs und den „richtigen“ E-Bikes (die Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h erreichen können) von Kindern jeden Alters gefahren werden.

Mehr Flexibilität, weniger Frust

Ein klarer Vorteil von Kinder-Pedelecs ist zum einen natürlich der Spaßfaktor, zum anderen die Flexibilität, die sie fahrradbegeisterten Familien bieten. Man muss sich bei der Planung seiner Fahrradtouren nicht mehr einschränken, sondern kann seinen Aktionsradius nach Herzenslust ausweiten und radeln, so lange und vor allem, wohin man will. Die Situation, dass genervte Kinder ihren Eltern auf größeren Steigungen ständig hinterherhecheln müssen, ist mit elektronischer Unterstützung passé.

Auf diese Weise können auch anspruchsvollere Strecken in Anspruch genommen werden – Das sorgt für erheblich geringeren Frust bei den Kids.,

Hinzu kommt, dass Kinder-Pedelecs im Vergleich zu denen von Erwachsenen deutlich leichter sind (Gesamtgewicht um die 15 kg), da sie eine geringere Akkuleistung benötigen, und oft mit einem Hinterradmotor anstatt mit einem Mittelmotor ausgestattet sind. Das erleichtert das Handling für kleine Radfahrer.

Teure Anschaffung, kurze Nutzungsdauer

Der vermutlich größte Nachteil von Kinder-Pedelecs: Sie sind verglichen zu „Normalen“ Fahrrädern eine Investition, das stimmt.

Mit rund 1.500 Euro preislich auf einem höheren Niveau liegend, handelt es sich um keine kostengünstige Anschaffung, zumal Kinder schnell aus ihrem Fahrrad „herauswachsen“ und es nur kurz nutzen können.

Bedenkt man jedoch, dass diese Räder die Kinder motivieren im Alltag mehr Kilometer zu fahren, sei es zur Schule, zum Training oder mit den Großeltern um den See, so gleicht sich das schon wieder aus. Denn oft steht das „normale“ Rad ungenutzt im Keller, weil das Kind weniger Spaß daran hat.

Weiterhin kann man heute schon beobachten, dass sich für diese Fahrräder ein Zweitmarkt öffnet, sodass der Wiederverkaufswert auch noch nach 2-4 Jahren, wenn das Kind rausgewachsen ist, hoch sein wird.

Es gibt auch etwas zu beachten

Die höhere Geschwindigkeit macht einerseits Laune, birgt aber andererseits auch ein höheres Unfallrisiko, wenn man das Tempo noch nicht richtig einschätzen kann. Speziell Fahrradanfänger tun sich hier gegebenenfalls etwas schwerer. Hier empfehlen wir ganz klar, dem Kind das Fahrrad zu erklären, die ersten Fahrten gemeinsam zu unternehmen und dabei das Anfahren, Bremsen, Abbiegen und Stehenbleiben zu üben. Das Kind muss natürlich ein gutes Gefühl für das unterstützte Fahren bekommen.

Unser Fazit

Pedelecs für Kinder besitzen einen enormen Spaßfaktor und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Kleinen – Sattelfestigkeit vorausgesetzt – auch bei längeren und anspruchsvolleren Routen nicht so schnell die Lust verlieren und am Ball bleiben. So kommen Groß und Klein von fahrradbegeisterten Familien – zumindest freizeittechnisch – voll auf ihre Kosten.

Andreas Szygiel

Sales-Manager, Papa

Andreas Szygiel ist der Mann der ersten Stunde für Vertrieb und Marketing bei coolmobility – seit der Gründung 2013.

Mein Lieblingsrad: